Analog oder digital? 2in1 von Leuchtturm1917 + Whitelines Link

Ich kritzle ständig. In Notizbüchern. Und wenn es ansehnlich ist, teile ich es. Zum Illustrieren und für Sketchnotes über bestimmte Themen, bei denen ich mir Zeit lassen kann, benutze ich außerdem mein Tablet. Das sieht immer sauber aus. Für schnelle Notizen jedoch, beispielsweise während Meetings, bleibe ich doch lieber beim Notizbuch. Das Abfotografieren des Geschriebenen ist allerdings bei schlechten Lichtverhältnissen eher unbefriedigend. Und wann hat man schon immer pralles Tageslicht zur Verfügung? Was tun, wenn man auf Papier nicht verzichten möchte, aber ein vernünftiges Resultat wünscht, ohne auf vergilbte Bilder oder Schatten zu blicken?

Die Whitelines Link Notizbücher von Leuchtturm1917 verbinden sinnvoll die analoge und digitale Welt. Diese Notizbücher besitzen eine besondere Lineatur und zusammen mit der zugehörigen App ist es ganz einfach seine Notizen und Zeichnungen zu digitalisieren.

Leuchtturm Whitelines Link

Leuchtturm Whitelines Link

 

Das Notizbuch

 Zunächst einmal sind diese Bücher in allen bekannten Formaten erhältlich: Din A4, Din A5 und Din A6. Außerdem gibt es noch den Academy Block, ebenfalls in beiden Größen. Das wären dann meine Favoriten, denn hier kann man die Seiten ganz einfach und sauber heraustrennen. Der Bucheinband ist schwarz und das Lesezeichen ist orange, sowie auch der Verschlußgummi, welcher das Buch zusammenhält. Leuchtturm bietet das Buch einmal mit Linien und einmal mit Punkten (dotted) an. Diese Linien und Punkte sind weiß, während der Hintergrund grau gehalten ist.

Die Whitelines Link App für Smartphones

Die App lässt sich bequem im Appstore herunterladen und kostet: Nichts. Sie erkennt die Seite per „automatic capture“. Die Seite wird mit dem Smartphone fokussiert und die App scannt automatisch die Aufzeichnungen. Die Linien bzw. Punkte sind für mich ideal, denn ich bin nicht besonders gut im gerade schreiben. Diese Punkte bzw. Linien verschwinden und heraus kommt ein Dokument mit reinweißem Hintergrund.

Notieren, scannen, teilen.

Nun kann man das gescannte ganze einfach digital versenden in der Fotomediathek speichern und in die gewünschten Social Media Kanäle hochladen. Außerdem sind sie in die Dropbox oder in Evernote zu verschieben. So lassen sich die Werke einfach und rasch digitalisieren, bearbeiten und verschicken.

Und Farben?

Für meine Sketchnotes sind für mich graue Schatten unabdingbar. Graue Schatten erzeugen Tiefe und die Bilder wirken lebendiger. Ich bin ein Fan der Neuland Marker. Jedoch sind die hellen Farben für diese App nicht kräftig genug. Der helle Grauton des FineOne Brush Pen wird auf dem Scan kaum oder nicht abgebildet. Die dunklere Variante von Neuland wird zwar abgebildet, jedoch ist mir das grau nicht „kalt“ genug. Ich bevorzuge für Schatten eher kaltes grau. Das ist allerdings meine ganz persönliche Meinung.

Ich habe nun meine Copic Marker gestestet und die verschiedenen Graunuancen ausprobiert. Mein eigentliches Lieblingsgrau (ein helles kühles Grau) ist nicht geeignet, da die App auch dieses helle Grau nicht abscannen kann. Auch hier kann die hellste Variante des Copic Markers  von der App nicht erfasst werden. Am besten gefällt mir der Copic cool gray c3.

Für den Farbentest habe ich mich für orange entschieden, die Farbe der App und das „Markenzeichen“ dieses Notizbuches. Der Neuland FineOne Brushpen 500 wirkt eher gelblich. Satt wirkt der Copic Chrome Orange YR04. Um noch mehr Vergleich zu haben, habe ich mir den Faber Castell Pitt Artistpen besorgt. Er erzeugt ein ebenso schönes Orange. Das Orange des Tombow Brushpens wirkt sehr rötlich. Am besten hat mir der Faber Castell Pitt Artist Pen gefallen. Die Spitze ist allerdings nicht so weich, wie zum Beispiel beim Neuland FineOne Brushpen. Wichtig zu erwähnen ist, dass die Copic Marker das Papier durchfeuchten. Und zwar gleich 2 Seiten dahinter. Das passiert nicht bei den Neuland FineOne Brush Pens und auch nicht beim Faber Castell Artist Pen. Bislang ist das mein einziger Stift der Marke Faber Castell, aber ich werde mir in jedem Fall noch einmal ein paar meine Lieblingsfarben anschaffen, um diese ausschließlich für das Leuchtturm Whitelines Link Notizbuch zu benutzen.

Farben Whitlines Link

Farben Whitlines Link

Wenn ihr wissen möchtet, welcher Faserliner am besten geeignet ist, dann schaut mal auf dem Blogartikel von pheminific vorbei, sie hat die verschiedenen Stifte gestestet und bewertet. Ich habe den Neuland SketchOne 0,5 benutzt.

FAZIT

Die Anschaffung des Leuchtturm Whitelines Link lohnt sich sicherlich, wenn man rasche Notizen und Sketchnotes erstellen möchte und keinen großen Anspruch an künstlerische Werke, beziehungsweise an die jeweiligen Farben stellt. Und bei Sketchnotes geht es ja nicht um Kunst, sondern um Ideen, das wissen wir ja alle mittlerweile. Um Notizen am effektivsten zu digitalisieren, um sie zu verschicken und zu teilen und man nicht gerade mit seinem Tablet zeichnet, ist diese Form von 2in1 absolut zu empfehlen. Wunderbar sicherlich auch für Aufzeichnungen im Studium. Das Beste daran ist, man kann Vorteile aus beiden Welten ziehen. Analog oder digital muss sich nicht ausschließen. Das passt doch gut in unsere heutige Zeit.

Sketchnote Leuchtturm Whitelines Link

Sketchnote Leuchtturm Whitelines Link

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