Bullet Journal, Sketchnotes und Journaling in der Community erleben
Das Journaling Barcamp fand auch diesmal wieder im Betahaus an der Schanze in Hamburg statt und hat sich in den letzten Jahren zu einem besonderen Treffpunkt für die deutschsprachige Journaling-Community entwickelt. 2026 war bereits die dritte Veranstaltung in dieser Reihe. Organisiert wird das BarCamp von einem kleinen Team von Enthusiastinnen, die selbst leidenschaftlich journalen und die Idee hatten, einen Raum für Austausch und Inspiration zu schaffen. Ich freue mich sehr, dass Simone Däfler und Nicole Woltmann und ich so toll als Team zusammen gewachsen sind!
Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur eine einzige Methode. Beim Journaling Barcamp geht es bewusst um verschiedene Wege, Gedanken aufs Papier zu bringen. Dazu gehören zum Beispiel:
- Bullet Journaling als Methode für Selbstorganisation
- klassisches Journaling und Freewriting zur Reflexion und persönlichen Entwicklung
- visuelle Methoden wie Sketchnotes, Visual Journaling und kreative Visualisierung
- kreative Ansätze wie Art Journaling oder experimentelles Schreiben
Gerade diese Mischung macht den besonderen Reiz des Barcamps aus. Neben Menschen, die viel schreiben, sind auch Visualisiererinnen und Visualisierer zugegen – also Menschen, die ihre Gedanken lieber zeichnen, strukturieren oder visuell denken. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewegen sich ohnehin ganz selbstverständlich zwischen Schreiben, Skizzieren und Strukturieren. So wie ich zum Beispiel! 🙂
Das Besondere an einem Barcamp: Es gibt – abgesehen von unseren 2 Keyontes – kein vorher festgelegtes Programm. Die Teilnehmenden bringen ihre Themen selbst mit. Am Morgen werden alle Session-Ideen gesammelt, vorgestellt, gepitched und gemeinsam in den Tagesplan eingebaut. So entsteht ein Programm, das genau zu den Interessen der Menschen passt, die gerade vor Ort sind.
Genau das macht den besonderen Charakter dieses Formats aus. Wir sammeln gemeinsam die Session-Ideen und bauen daraus spontan den Tagesplan. Und jedes Mal ist es faszinierend zu sehen, welche Themen dabei entstehen.
Die Sessions – so vielfältig wie die Community selbst
Auch in diesem Jahr zeigte sich wieder, wie breit das Feld rund ums Journaling eigentlich ist. Die Sessionwand füllte sich schnell mit unterschiedlichsten Themen – von kreativen Methoden über persönliche Reflexion bis hin zu visuellen Tools.
Unter anderem entstanden Sessions zu Themen wie:
- Art Journaling
- Soulwords
- Flipchart-Layouts
- Freundlichkeit und Identitätsfindung
- Kreativfunken finden
- Der Lust entlang – die Reise der Reife
- Sketchnote Basics
- Visual Journaling
- Dramolettes schreiben
- Das innere Feuerpferd
- Wut – wie aus Wut Mut werden kann
- Party im Schneckenhaus
Allein diese Vielfalt zeigt: Journaling ist längst mehr als ein Notizbuch für To-dos. Es ist ein Werkzeug für Kreativität, Selbstorganisation, persönliche Entwicklung und manchmal auch für ganz grundlegende Fragen des Lebens.
Was dabei besonders schön zu beobachten war: Einige Sessions entstanden spontan aus Gesprächen. Jemand erwähnte eine Methode, eine andere Person sagte: „Darüber könnten wir doch eine Session machen!“ – und kurze Zeit später saßen Menschen zusammen und tauschten ihre Erfahrungen aus.

Ein besonderer Teil des Tages
Zum Journaling BarCamp gehört aber nicht nur der Austausch in den Sessions. Auch rund um die Veranstaltung selbst entsteht jedes Jahr eine besondere Atmosphäre. Unsere Sponsoren bringen großartige Materialien mit, die die Teilnehmenden direkt ausprobieren können – Notizbücher, Stifte, kreative Tools und kleine Überraschungen.
Gerade für Menschen, die gerne schreiben, zeichnen oder ihre Gedanken visuell festhalten, ist es etwas Besonderes, neue Materialien direkt vor Ort kennenzulernen. Zwischen den Sessions wird getestet, gefachsimpelt und verglichen: Welches Papier fühlt sich gut an? Welcher Stift schreibt am liebsten? Welche Methode funktioniert im eigenen Journal?
Diese Mischung aus Inspiration, Austausch und Ausprobieren gehört genauso zum BarCamp wie die Sessions selbst. Viele gehen nicht nur mit neuen Ideen nach Hause, sondern auch mit neuer Lust aufs eigene Journal.
Schau unbedingt bei unserem INSTAGRAM Kanal vorbei, dort gewinnst du tolle Eindrücke der Veranstaltung!
An dieser Stelle möchte ich mich bei unseren Sponsoren Moleskine, Pentel, mitp Verlag, edding, Neuland, Sigel, Schreibräume und einige mehr bedanken. Mehr seht ihr auf der Barcamp Seite.

Warum Community beim Journaling so wichtig ist
Journaling wirkt auf den ersten Blick wie eine sehr persönliche Praxis. Viele schreiben für sich selbst, planen für sich selbst oder reflektieren ihre Gedanken allein im Notizbuch.
Doch das BarCamp zeigt jedes Jahr aufs Neue: Gemeinsam wird Journaling noch kraftvoller.
Wenn Menschen ihre Methoden teilen, entstehen neue Ideen.
Wenn jemand von einer Herausforderung erzählt, merkt man plötzlich: Damit bin ich gar nicht allein.
Und wenn wir sehen, wie andere ihre Journals nutzen, erweitert das unseren eigenen Blick.
Community bedeutet in diesem Kontext nicht nur Austausch – sondern auch Inspiration, Resonanz und Motivation.
Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen am Ende des Tages mit neuen Impulsen nach Hause:
eine Idee für einen Tracker, eine neue Schreibübung, ein anderes Layout oder einfach mit dem Gefühl, Teil einer kreativen Gemeinschaft zu sein.

Ein Gedanke, der nach dem BarCamp bleibt
Nach jedem BarCamp bleibt bei mir eine Frage zurück:
Wie können wir diesen Community-Gedanken zwischen den Veranstaltungen weitertragen?
Das BarCamp selbst ist ein intensiver Tag voller Austausch. Aber vielleicht wünschen sich viele auch einen Raum, in dem man länger gemeinsam dranbleibt – einen Ort, an dem man Ideen teilen, Fragen stellen und neue Methoden ausprobieren kann.
Mehr zum Journaling BarCamp findest du hier:
https://journalingbarcamp.de/
PS: Durch meine regelmäßigen Bullet Journal Workshops habe ich kürzlich – aus bestimmten Gründen – zwei Follow-Up-Termine organisiert, bei denen wir uns noch einmal zum Stand der Dinge ausgetauscht haben.
Und was soll ich sagen: Diese Treffen haben so viel Spaß gemacht und so viel Austausch ermöglicht, dass ich gerade darüber nachdenke, ein regelmäßiges Online-Treffen für diese Community zu organisieren.
Dafür habe ich eine kleine Umfrage erstellt, um herauszufinden, ob daran Interesse besteht und wie so ein Format aussehen könnte.
Ich würde mich sehr freuen, wenn du dir kurz Zeit nimmst und daran teilnimmst. HIER GEHT ES ZUR UMFRAGE
Fotoimpressionen von unserem liebsten Haus- und Hoffotografen inkblot.de












































Das war’s erst mal von mir…
Deine Diana, ich zeichne dann mal was!



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