Handlettering folieren mit dem Laserdrucker

Die liebe Sandra alias @frau_mesas hat mit Handlettering folieren offenbar einen Riesentrend ausgelöst. Umso glücklicher bin ich, dass ich Euch mit einem Gastbeitrag von ihr ein Tutorial für diese geniale Kunst an die Hand geben darf. Sandras Kunstwerke findet  ihr auf Instagram und ihr solltet es auf keinen Fall verpassen dort vorbei zu schauen. Sandra kenne ich  virtuell schon sehr sehr lange und ich habe wirklich das Gefühl, wir sind auf unseren kreativen Weg von Anfang an zusammen gegangen. Aktives Mitglied und Mitbegründerin der #läddergang zaubert Sandra auch geniale digitale Handletterings.

Und hier die Anleitung für folierte Handletterings !!

Handlettering folieren mit dem Laserdrucker

Ihr braucht:

  • Digitalisiertes Lettering
  • Laserdrucker (oder die Möglichkeit, einen Laserausdruck zu machen (Copyshop, Büro etc.)
  • Papier (am besten funktioniert es auf glattem Papier, für Karten z. B. ColorCopy 250-350 g/m2)
  • Laminiergerät
  • iCraft Deco Foil von Therm-o-web (eine Rolle enthält 5 Einzelbögen ca. 15,2 cm x 30,5 cm) oder
  • Heidi Swapp Minc Reactive Foil (je Rolle ca. 31 cm x 3m)

1. Schritt: das digitalisierte, schwarze Lettering auf dem gewünschten Format und Papier ausdrucken. (einen der vielen Wege, wie analoge Letterings digitalisert werden können, beschreibe ich hier Debbys Herzkiste)

2. Schritt: die Folie ein bisschen größer als das gedruckte Motiv (aber kleiner, als das Kartenformat) zuschneiden.

3. Schritt: nun die Folie auflegen, glatt streichen und durch das vorgeheizte Laminiergerät laufen lassen (Wenn ihr ein MINC-Laminiergerät besitzt, müssen Folie und Papier in eine Schutzfolie gelegt werden, bei „normalen“ office-Laminiergeräten habe ich die besten Erfahrungen ohne Schutzfolie drumrum gemacht. Also nur Papier und Folie durchschieben. Keine Angst, die Folie schmilzt nicht und das Gerät bleibt auch heil.)

4. Schritt: kurz abkühlen lassen, Folie abziehen, fertig.

Ein paar Infos zum Handlettering folieren: 

Das allerwichtigste ist, dass das Lettering auf einem LASERdrucker ausgedruckt werden muss. Es funktioniert nicht mit einem Tintenstrahldrucker!

Warum: Laserdrucker drucken mit Toner und dieser heizt sich beim Durchlaufen des Laminiergeräts auf. Auf dem erhitzten Toner bleibt die Folie dann haften und auf den tonerfreien Stellen lässt sie sich ohne Rückstände abziehen.

Ein Irrtum hält sich hartnäckig in den Weiten des Internets: es heißt, man muss die gedruckten Sachen ganz frisch aus dem Drucker sofort durchs Laminiergerät laufen lassen. Das ist falsch: einmal gedruckt, hält sich der Toner für Tage, Wochen, Monate. Er verändert sich nicht und beim Ergebnis gibt es keinen Unterschied, ob frisch gedruckt oder nicht.

Lasst euch nicht entmutigen, wenn die ersten Versuche nicht gleich perfekt sind. Es gibt so viele Faktoren, die einen Einfluss auf das Ergebnis haben: zu wenig Hitze, zu viel Hitze, die Oberflächenbeschaffenheit des Papiers kann eine Rolle spielen, zu wenig Toner (das kann passieren, wenn die Kartusche z. B. nicht mehr voll ist usw.) Da bleibt wirklich nur rantasten. Eine pauschale Aussage auf „Woran liegt es, wenn …“ ist nämlich kaum zu treffen.

Ihr seht, so schwierig ist es gar nicht (wenn man denn erstmal die für sein Material perfekten Einstellungen gefunden hat 😉 Und dann werden die Ergebnisse einfach toll! Viel Spaß beim Ausprobieren!

Handlettering folieren – eine andere Variante 

Mit dieser Technik kann man einen anderen Effekt erzielen, allerdings wird dazu zusätzlich ein Tintenstrahldrucker benötigt.

Noch einmal zum Verständnis: die Folie bleibt am erhitzten Toner haften und an den tonerfreien Stellen lässt sie sich abziehen. So weit so gut. Möchte man aber beispielsweise auf einem mit dem Laserdrucker gedruckten Bild einen Schriftzug folieren, wird das nicht funktionieren. Die Folie würde alles überdecken, weil das ganze Druckbild aus Toner besteht.

Dies kann man umgehen, wenn man das Bild mit dem Tintenstrahldrucker ausdruckt, das Lettering anschließend mit einem Laserdrucker aufdruckt und es dann mit der Folie durchs Laminiergerät laufen lässt. Dadurch entsteht ein toller Kontrast zwischen der glänzenden Folien-Schrift und dem Hintergrund.

Für Danksagungen mit Foto, Weihnachtskarten etc. ein toller Effekt, wie ich finde!

Liebe Sandra, ich danke Dir sehr für diesen genialen Gastbeitrag und ich schwöre, ich schaffe mir bald einen Laserdrucker an…

Habt ihr den Trend schon mitgemacht? Es ausprobiert? Das würde  mich sehr interessieren !!

 

Eure Diana…