Kreativreise nach Sylt und Malen am Meer mit Sonja Jannichsen

Es ist schon ein wenig her aber nun will ich Euch unbedingt von meiner Kreativreise auf Sylt und Malen am Meer mit Sonja Jannichsen berichten. Zusammen mit meiner Mutter – seit Jahren haben wir geplant uns mal eine Auszeit zu nehmen – habe ich ein verlängertes Wochenende auf der wunderbaren Insel Sylt verbracht. Und weil ich auch kreativmäßig etwas mitnehmen wollte, habe ich mich auf die Suche nach einer Künstlerin begeben, um meine Aquarellversuche etwas zu optimieren.

Gefunden habe ich Sonja Jannichsen über Artist Travel. Dort werden Kunstreisen für Gruppen angeboten und so scrollte ich mich durch die einzelnen Künstler und angebotenen Maltechnicken bis ich auf Sonja stieß. Und was für ein Glück – sie hatte genau für diesen Zeitraum Zeit.

3 Tage haben wir damit verbracht einen halben Tag kreativ zu sein und den restlichen Tag richtig schön Zeit miteinander zu verbringen.

Sonja Jannichsen – eine waschechte Nordfriesin – eine ganz schön herzliche würde ich sagen  – holte uns genau da ab wo wir standen. Meine Mutter hat früher sehr viel gemalt. Und dann jahrelang keine Pinsel mehr in der Hand gehabt. Insofern war es spannend zu sehen, ob das wie mit Fahrrad Fahren lernen ist? Man verlernt es nie.

Ich bin erst vor seit ca. 2 Jahren über das Zeichnen auf Aquarell gestossen. Vor allem der Trend #drawyourday hat es mir so sehr angetan. Und da ich da viel mit Aquarell arbeite, wollte ich mich unbedingt verbessern.

Mein erstes Bild war natürlich auch ein typisches Draw your Day, um insgesamt den ersten Tag zusammenzufassen.

Damit wir in jedem Fall mit den gleichen Materialen starten, hat Sonja uns ein ganz tolles Set zusammen gestellt. Ich meinen Workshops finde ich es auch immer sinnvoll, jedem Teilnehmer das gleiche Material zu geben, so kann man viel besser Lernen und Ergebnisse erzielen. Folgendes war darin enthalten:

  • Ein von einer Behindertenwerkstatt gepimptes Mäppchen. Alles im Griff !
  • Ein von Sonja bestückter kleiner Aquarellkasten mit Schmincke Aquarellnäpfchen
  • Ein Wassertankpinsel von Pentel
  • Ein Bleistift mit Radiergummi von Faber-Castell
  • Anspitzer und Zelltüchlein zum Pinsel sauber machen
  • Ein Sizzenbuch von Hahnemühle

Dieses tolle Set könnt ihr übrigens auch direkt bei Sonja erwerben. Einfach auf ihre Website gehen und Email los schicken.

Besonders spannend fand ich die Farbauswahl im Schmincke Kästchen. 3 Blautöne sind da drin, denn jedes Blau hat so seine Funktion wie ich lernte. Während das eine BLAU gemischt mit LASURGELB ein giftiges grün erzeugt, kann ein anderes BLAU einen kalten Ton erzeugen, wie man es zum Beispiel mit einer Tanne benötigen würde. Grün gibt es nicht, kann man ja gut selbst anmischen, nicht wahr? Die vier wichtigsten Farben sind MAGENTA, ULTRA MARINE, PAYNES GREY und LASUR GELB….  ja, guck an, die finden sich schließlich auch in jedem Farbdrucker.

Beeindruckend: LASURGELB. Lasurgelb macht irgendwie immer alles gut. Hätte ich nie gedacht. Lichtes Ocker ist perfekt für alle Herbsttöne und LASUR ORGANGE ist das „Mischwunder“.  ULTRA MARINE und MAGENTA ergibt Lila. Und Lila ist für die Tiefe zuständig. Alle Tricks kann und darf ich hier auch gar nicht verraten, ich sag nur husch, husch, Kurs bei Sonja buchen. Ausserdem gibt es einen ganz spannenden Blogbeitrag über Sonjas Mischtabelle. HIER ENTLANG!

Nach ersten Grundtechniken und Kritzeleien haben wir uns direkt in ein Bistro mit einem Glas Wein gesetzt und die Hornveilchen auf dem Tisch abgemalt. Hier seht ihr die Bilder, die von meiner Mutter und mir uns entstanden sind. Man kann schön sehen, dass jeder seine eigene Interpretation hat. Sonja gab uns auch den Tipp einen weißen Teller zum Abmischen der Farben zu nutzen. Denn in den Kästen könne man die Farbe nicht wirklich sehen. Und man ist auch viel besser in der Lage Farben „ineinander“ zu ziehen und sie trotzdem noch individuell stehen zu lassen. Ihr könnt das gut sehen auf dem Teller und auf dem Kästchen darunter. Ein wirklich spanne der Unterschied, oder?

Ein Besuch bei Gosch auf Sylt gehört einfach dazu. Und so entstand folgendes Bild. Auch hier bildet das „Lasurgelb“ den Untergrund. Die Farbe im Töpfchen sieht übrigens eher ocker aus und völlig anders auf dem Papier. Insofern sollte man bei der Farbauswahl nicht gleich glauben, was im Töpfchen ist, ist auch auf dem Papier. Interessant, oder?

 

Bei meinem Besuch in der Vogelkoje ist folgendes Bild entstanden. 100 Prozent glücklich bin ich nicht, aber ich dachte: #ichlassdasjetztso

Ach ja, der Hund war auch dabei und dies ist ein Gemeinschaftswerk von Sonja und mir. Ich habe mich selbst gezeichnet und sie hat mal eben meine Berta davor gesetzt. Coole Perspektive! Ich zeichne gerne mit Fineliner Elementen, auf diesem Bild allerdings haben wir darauf verzichtet.

Das schönste an allem: Eine wunderbare Auszeit mit meiner Mutter. Wer weiß, vielleicht war das ja das letztes mal nur so zu zweit. Es hat sich gelohnt, in jeder Hinsicht!

Eure Diana …. ich zeichne dann mal was.