Was bedeutet der Corona Virus für die Künstler und für mich?

Heute, Samstag der 14. März 2020 und ich frage mich: Was bedeutet der Corona Virus für die Künstler und für mich? Und auch für euch? 

Die Schulen sind geschlossen, die Läden leeren sich. Sämtliche Veranstaltungen werden abgesagt. Ich habe bereits proaktiv Workshops, die in Kürze statt finden abgesagt, bzw. verschoben. Nichts desto trotz muss die Miete bezahlt werden.

Eins schon mal vorweg. Alle Workshops im CoArt81 werden nur dann durchgeführt, wenn das in der aktuellen Lage vertretbar ist. Wir müssen jeden Tag neue Entscheidungen treffen. Jeden Tag abwägen, ob es vertretbar ist oder nicht. Und natürlich weiss ich selbst heute nicht, was im April oder Mai sein wird. Auf jeden Fall werde ich diese Workshops zurück erstatten.

Heute schrieb mich eine (neue) Kundin an, sie möchte gerne Zeichnungen mit mir realisieren. Sie möchte mich unterstützen. Wir können alles online abwickeln. Sie hätte gehört, dass ich die ersten Trainings verschoben habe. Sie wüsste, dass ich dadurch einen Ausfall hätte und sie möchte mich unterstützen. Das treibt mir die Tränen in die Augen. Und in einem anderen Post las ich, dass jemand seine Rückerstattung für ein kleines Start Up nicht in Anspruch genommen hat. Um zu unterstützen. Das sind immer individuelle Entscheidungen, aber es tut gut zu hören, dass alle irgendwie versuchen zusammen zu halten.

Ich habe keine Angst vor dem Corona Virus. Aber ich habe Angst vor den Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Alles, was danach kommt. Wir wissen heute nicht, was morgen kommt.

In diesem Zuge möchte ich auf eine Online Petition hinweisen, sie betreffen Hilfen für Freiberuflicher und Künstler während des #corona Shutdowns. Das Corona Virus grassiert und damit gehen zahlreiche Maßnahmen einher. Unabhängig davon, ob diese gerechtfertigt sind oder nicht, haben sie unmittelbare Auswirkungen nicht nur auf Firmen, Unternehmen und Gesellschaften sondern – im Fall von Absagen von Veranstaltungen wie Konzerten, Messen, Aufführungen in Theatern, Opern und Konzerthäusern. All diese Freiberuflicher, die ihren Lebensunterhalt aus genau solchen Veranstaltungen bestreiten.

Bitte, vergesst die Künstler nicht und schaut doch mal HIER vorbei !! 

Aber nicht nur das!!!  Aus dem Newsletter der Illustratoren Organisation:

Etwa ein Drittel der in Deutschland lebenden Illustratorinnen und Illustratoren geben an, dass ihr Jahreseinkommen unter 12.000 € liegt. Sie wären dadurch von der neuen Grundrente ausgeschlossen, auch wenn sie 33 Jahre Beitrag in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Denn der neue Gesetzentwurf sieht vor, dass zur Erlangung des Zuschlags, mindestens 30 Prozent des Durchschnittsverdienstes erreicht werden muss. So soll ausgeschlossen werden, dass Menschen die Grundrente erhalten, deren Arbeitseinkommen lediglich »die Bedeutung eines ergänzenden Einkommens« hat.

Die Illustratoren Organisation schließt sich der Forderung des Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler und etlicher anderer Kulturverbände an, und fordert die Bundesregierung, die Abgeordneten des Bundestags und den Bundesrat auf, die Bedingung für den Bezug einer Grundrente am Mindesteinkommen zu orientieren, das Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse ist – und es daher auf maximal 10 % des Durchschnittseinkommens zu senken.

Was soll ich dazu sagen? Wenn man nun noch die zusätzlichen Einbußen bedenkt ???

Hier findet sich der Appell des BBK zum Mitzeichnen

So, auch ich habe nun 4 Wochen 4  Kinder zu Hause. Ich kann Home Office machen. Workshops sind ohnehin erst mal hinfällig. Ich bin flexibel. Aber wer kann das noch?

Ich finde, wir müssen alle zusammenhalten. Wir haben diese Krise und es betrifft nun mal alle.

Ich hätte gerne noch eine coole Zeichnung für den Post gemacht, schaffe ich gerade zeitlich nicht und ich will doch unbedingt, dass das jetzt raus geht. Teilt diesen Post, es geht uns alle an!

Eure Diana