Coaching
Coaching für kluge, vielseitige Köpfe
HOCHiX-zertifizierte Begleiterin für neurodivergente Menschen
Du hast viele Ideen gleichzeitig, denkst schnell, fühlst tief – und manchmal fehlt genau deshalb die Klarheit? Im 1:1-Coaching begleite ich dich dabei, Ordnung in deine Gedanken zu bringen, Entscheidungen zu treffen und deinen eigenen Weg zu gehen. Ohne dich zu verbiegen.
Ob ADHS, Hochsensibilität oder einfach ein Kopf, der auf vielen Spuren gleichzeitig läuft: Statt dich ins nächste starre System zu zwingen, finden wir gemeinsam einen Weg, der zu deinem Denken passt – mit Klarheit, Struktur und visuellen Methoden, die wirklich bei dir bleiben. Für wen das Coaching genau ist und wie es abläuft, liest du gleich hier darunter.
Für wen ist das Coaching?
Kurz gesagt: für Köpfe, die anders arbeiten als das, wofür die üblichen Ratgeber geschrieben wurden.
Neurodivergenz ist ein Sammelbegriff. Darunter fallen zum Beispiel ADHS, Autismus, Hochbegabung und Hochsensibilität – und in der Praxis kommt selten eines davon allein. Sehr viele Menschen, die zu mir kommen, tragen zwei oder drei dieser Begriffe gleichzeitig, oder keinen davon offiziell, weil nie jemand hingeschaut hat. Für das Coaching spielt das eine kleinere Rolle, als du vielleicht denkst. Wir arbeiten nicht mit dem Etikett, sondern mit dem, was bei dir gerade konkret hakt.
Kommt dir etwas davon bekannt vor?
- Du hast schon drei Planungssysteme durch. Keins hat länger als ein paar Wochen gehalten.
- Du hast zehn angefangene Projekte und keins abgeschlossen – obwohl dich jedes einzelne wirklich interessiert.
- Du nimmst mehr wahr als andere: Stimmungen, Untertöne, Geräusche. Und brauchst danach lange, um wieder runterzukommen.
- Aufgaben, die zwanzig Minuten dauern, schiebst du drei Wochen vor dir her und weißt nicht warum.
- Du kannst vieles gut – und genau deshalb fällt dir keine Entscheidung leicht.
- Nach außen funktionierst du gut. Innen kostet es dich alles.
- Deine Diagnose ist frisch, und jetzt weißt du nicht, was du damit anfangen sollst.
- Du langweilst dich in Jobs, die andere für einen guten Job halten.
Du musst dich nicht in allem wiederfinden. Zwei, drei Punkte reichen völlig als Ausgangspunkt.
Und wenn ich gar keine Diagnose habe?
Dann ist das kein Hindernis. Viele kommen mit einem Verdacht, viele mit gar nichts außer dem Gefühl, dass es so nicht weitergeht. Diagnostizieren darf und werde ich ohnehin nicht – dafür gibt es Ärzt:innen und Psycholog:innen. Für unsere Arbeit zählt, was in deinem Alltag gerade schwierig ist.
Wie ich arbeite
Ich arbeite systemisch und visuell. Das sind zwei Wörter, hinter denen sich etwas ziemlich Konkretes verbirgt.
Systemisch heißt: Ich sage dir nicht, was du tun sollst. Ich stelle die Fragen, die du dir selbst nicht stellst, und wir schauen gemeinsam auf dein Leben – auf Muster, auf Zusammenhänge, auf das, was dich hält und was dich bremst. Du bist die Expertin für dein Leben. Ich bin die Expertin für den Prozess. Das ist keine Bescheidenheitsfloskel, sondern die Arbeitsteilung, die funktioniert.
Visuell heißt: Wir zeichnen. Nicht schön, sondern nützlich. Wenn ein Gedankenknoten aufs Papier kommt, passieren zwei Dinge gleichzeitig – er ist raus aus deinem Kopf, und du siehst zum ersten Mal, wie groß er wirklich ist. Meistens kleiner als gedacht.
Gerade bei neurodivergenten Köpfen ist das mehr als eine nette Methode. Ein Gehirn, das gleichzeitig denkt statt nacheinander, kann sich selbst schlecht sortieren. Auf Papier geht das plötzlich: Man kann vergleichen, gewichten, wegstreichen. Nach über zehn Jahren als Visualisiererin ist das mein Handwerk – ich kann in Echtzeit mitzeichnen, was du erzählst. Du selbst musst dafür nichts können.
Was wir daraus bauen, ist nie ein fertiges System von der Stange. Dein Montag darf anders aussehen als dein Freitag. Genau daran scheitern die meisten Ratgeber-Methoden: Sie halten Flexibilität für Schlamperei. Bei dir ist sie Voraussetzung.
Womit Menschen zu mir kommen
Kein Katalog, sondern das, was tatsächlich am häufigsten auf dem Tisch liegt:
- Struktur, die hält. Kein starres System, sondern ein Gerüst, das mitgeht, wenn ein Tag anders läuft als geplant.
- Prioritäten. Wenn alles gleich dringend wirkt, ist nichts dringend. Wir sortieren, was wirklich zuerst dran ist.
- Aufschieben verstehen. Prokrastination ist selten Faulheit. Meistens steckt eine Hürde dahinter, die man sichtbar machen kann.
- Energie statt Zeitmanagement. Nicht wann du Zeit hast, sondern wann du Kapazität hast. Für hochsensible Menschen ist das oft der eigentliche Hebel.
- Entscheidungen. Vor allem, wenn du vieles kannst und jede Entscheidung sich anfühlt wie ein Verlust.
- Abgrenzung. Nein sagen ist erlernbar. Schwierig ist selten das Wort, sondern das, was du glaubst, dass es bedeutet.
- Nach der Diagnose. Einordnen, was das jetzt heißt – rückblickend und für die nächsten Jahre.
- Selbstbild. Nach Jahrzehnten „Du musst dich nur mal zusammenreißen“ ist da oft einiges zu reparieren.
Meine eigene ADHS-Diagnose kam mit 49. Bis dahin hätte niemand darauf getippt, ich selbst am wenigsten – ich bin gut organisiert, halte Termine, kriege Dinge fertig. Was ich erst mit der Diagnose verstanden habe: Das war nie selbstverständlich. Das waren Strategien, die ich mir über Jahre gebaut habe, ohne zu wissen, wofür eigentlich. Deshalb weiß ich, dass es geht. Und deshalb suche ich mit dir nicht nach der einen Methode, sondern nach deiner.
Was Coaching bei mir nicht ist
Ich stelle keine Diagnosen, ich behandle nicht, und ich ersetze keine Therapie.
Coaching arbeitet mit dem Jetzt und mit dem, was du konkret verändern willst. Es setzt voraus, dass du psychisch grundsätzlich stabil bist. Wenn im Gespräch deutlich wird, dass du etwas anderes brauchst, sage ich dir das offen und wir schauen gemeinsam, was passt. Das ist keine Absage – das gehört zu meinem Job.
Und noch etwas: Ich verkaufe dir kein System. Wenn du eine Methode suchst, die garantiert bei jedem funktioniert, bin ich die Falsche. Ich glaube nicht, dass es die gibt.
Meine Qualifikation
- HOCHiX-zertifizierte Begleiterin für neurodivergente Menschen (Ausbildung bei Anne Heintze, 2026)
- Systemischer Business Coach – in Ausbildung bei co-vadis
- Lehrkompetenz für die Erwachsenenbildung, Akademie für Weiterbildung der Universität Bremen
- Über 10 Jahre als Trainerin und Visualisiererin, mit Menschen aus Wirtschaft, Verwaltung und Bildung
- Und: eigene Erfahrung. Ich bin selbst neurodivergent.
So läuft es ab
Wir starten mit einem kostenlosen Kennenlerngespräch, etwa 30 Minuten, unverbindlich. Du erzählst, was gerade dran ist, ich erzähle, wie ich arbeite. Danach entscheidest du in Ruhe – nicht ich.
Danach arbeiten wir entweder an einer einzelnen Frage in einer Sitzung oder über mehrere Sitzungen an einem größeren Thema. Der Rhythmus richtet sich nach dir: Manche kommen alle zwei Wochen, andere melden sich, wenn etwas ansteht. Beides ist in Ordnung.
Die Sitzungen finden online per Videocall statt oder vor Ort in Bremen. Auf Anfrage komme ich auch überregional dazu.
Neugierig geworden?
Dann lass uns reden. Schreib mir – ganz unverbindlich – und wir finden heraus, ob ein Coaching dein nächster Schritt ist.
Häufige Fragen
Was ist neurodivergentes Coaching?
Neurodivergentes Coaching ist eine Begleitung für Menschen, deren Gehirn anders wahrnimmt und verarbeitet als die Mehrheit – etwa bei ADHS, Hochsensibilität, Hochbegabung oder Autismus. Statt Standardmethoden zu übernehmen, entwickeln wir Strategien, die zu deiner Denkweise passen. Es ist keine medizinische Behandlung, sondern eine Arbeit an Zielen, Struktur und Selbstverständnis.
Machst du ADHS-Coaching für Erwachsene?
Ja. Ein großer Teil meiner Coachees lebt mit ADHS oder ADS – diagnostiziert oder vermutet, oft mit später Diagnose. Typische Themen sind Struktur im Alltag und im Beruf, Priorisieren, der Umgang mit Aufschieben und das Selbstbild nach vielen Jahren Fremdzuschreibung. Ich diagnostiziere nicht, sondern arbeite mit dem, was jetzt konkret schwierig ist.
Ist das Coaching auch für hochsensible Menschen geeignet?
Ja. Hochsensibilität bedeutet, dass du Reize intensiver wahrnimmst und tiefer verarbeitest – nach der Psychologin Elaine Aron betrifft das etwa 15 bis 20 Prozent der Menschen. Im Coaching arbeiten wir daran, deine Reizgrenzen früher zu erkennen, deine Energie zu planen statt sie zu verbrauchen, und dich abzugrenzen, ohne dich dafür zu entschuldigen.
Und wenn ich vielbegabt bin und mich einfach nicht entscheiden kann?
Dann bist du hier richtig. Vielbegabung – oft auch Scanner-Persönlichkeit genannt, ein Begriff der Autorin Barbara Sher – heißt: viele Interessen, viele Fähigkeiten, und deshalb wird jede Entscheidung zu einem Verlust. Wir suchen keine „richtige“ Entscheidung, sondern schauen zuerst, was dich am Entscheiden hindert. Und bauen dann Entscheidungen so, dass sie nicht endgültig sein müssen.
Was ist, wenn mehrere Dinge auf mich zutreffen?
Das ist eher die Regel als die Ausnahme. ADHS und Hochsensibilität treten häufig gemeinsam auf, Hochbegabung und ADHS ebenfalls. Genau deshalb sortiere ich Menschen nicht in Schubladen: Wir schauen auf dein konkretes Erleben, nicht auf die Summe deiner Etiketten.
Brauche ich eine Diagnose für ein Coaching?
Nein. Weder eine ADHS-Diagnose noch einen IQ-Test noch einen Hochsensibilitätstest. Wenn du dich in den Beschreibungen wiedererkennst, reicht das als Ausgangspunkt völlig aus.
Was ist der Unterschied zwischen Coaching und Therapie?
Therapie behandelt psychische Erkrankungen und arbeitet häufig mit der Vergangenheit. Coaching arbeitet mit dem Jetzt und der nächsten konkreten Veränderung – und setzt psychische Stabilität voraus. Beides schließt sich nicht aus; einige meiner Coachees machen beides parallel. Wenn Coaching nicht das Richtige für dich ist, sage ich dir das.
Warum arbeitest du mit Zeichnen und Sketchnotes?
Weil ein Kopf, der viele Dinge gleichzeitig denkt, sich selbst schwer sortieren kann. Sobald ein Gedanke auf Papier steht, ist er aus dem Arbeitsgedächtnis raus und wird vergleichbar, sortierbar, entscheidbar. Du musst dafür nicht zeichnen können – das übernehme ich, wenn du magst.
Findet das Coaching online oder in Bremen statt?
Beides. Online per Videocall funktioniert erfahrungsgemäß sehr gut, auch beim visuellen Arbeiten – und für viele ist die vertraute eigene Umgebung sogar ein Vorteil. Vor Ort empfange ich dich in Bremen. Überregionale Termine sind auf Anfrage möglich.
Wie viele Sitzungen brauche ich, und was kostet das?
Das Kennenlerngespräch ist kostenlos. Für eine konkrete Frage reicht manchmal eine einzelne Sitzung, für ein größeres Thema sind fünf bis acht Sitzungen ein realistischer Rahmen. Die Konditionen besprechen wir im Kennenlerngespräch, weil sie vom Umfang abhängen. Du legst dich nie im Voraus fest.
Zum Weiterlesen
Wenn du erst mal für dich anfangen willst: In meinem Blog sammle ich Methoden, Erfahrungen und ehrliche Einblicke in der Kategorie Neurodivergenz & Selbstorganisation.
Ein guter Einstieg: